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Die rund 350 Telefonapparate der Deutschen Bundespost / Bundespost TELEKOM, die von 1945 bis 1990 installiert worden sind, lassen sich in die sieben folgenden Kategorien einteilen.

 

w48Tisch und Wandapparat W 48

Der erste von der Post standardmäßig verwendete Apparat war der W48. 1936 wurde er von der Firma Siemens entwickelt und war bis 1980 noch an Hauptanschlüssen installiert. Hergestellt wurde er unter anderem von Siemens, DeTeWe, W. Heibel-Werke u.a. in den Farben schwarz und elfenbein.

Neue Nachbauten kosten heute zwischen 150 und 250 €. Alte Originalapparate sind schon ab 25 € zu haben (je nach Zustand).

 

Fernsprechapparat 61

Schaltungstechnisch besteht zu seinem Vorgänger nur der Unterschied, daß die Rückhördämpfung verbessert wurde. Der technische Aufbau und die Materialien wurden erheblich verändert. So sind alle Bauteile leicht zugänglich und auf einer Kunststoffgrundplatte montiert, wobei zunächst die Einzelteile außer Wecker und Nummernschalter, auf einer gedruckten Platine miteinander verbunden sind. Auf der Platine sind ebenfalls Steckkontakte für den leicht auswechselbaren Nummernschalter, die Handapparat- und die Anschlussschnur sowie einen zweiten Hörer angebracht. Der Wecker ist in der Lautstärke stufenlos regelbar. Ab Mitte 1970 wurde ein neuer Nummerschalter eingeführt (NS 61a). Durch moderne Werkstoffe und neue Fertigungsverfahren war es gelungen, einen wartungsfreien und trotzdem sehr betriebssicheren Nummernschalter herzustellen. Die Abdeckkappe des Gehäuses besteht aus einem leichten, bruchfesten Kunststoff.

611Farben der Standartausführung sind: Gehäusekappe, Handapparat und Schnüre: kieselgrau; Grundplatte, Nummernschalterplatte, Einsprache und Hörmuschel: Elfenbein. Im August 1970 startete die Deutsche Bundespost eine Umfrage über farbige Telefone. Aus 13 verschiedenen Farben und Farbtönungen wählte man vier Modelle aus. Anfang 1972 wurden die Farben ockergelb, lachsrot, hellrot-orange und farngrün eingeführt. Der Apparat in lachsrot wurde später wegen zu geringer Nachfrage, wieder aus dm Programm herausgenommen. Die anderen Modelle wurden bis 1988 geliefert. Eingeführt wurde das Tischmodell bei der Deutschen Bundespost 1963. 1967 kam die Wandausführung dazu.

Fernsprechapparate Baureihe 7

Am 1. Januar 1977 führte die Deutsche Bundespost eine Serie völlig neu konstruierter Fernsprechapparate ein. Der Wunsch des Teilnehmers nach modernem design, erhöhtem Bedienkomfort und neuen Leistungsmerkmalen war hier ebenso berücksichtigt wie die wirtschaftliche Forderung nach geringem Aufwand, z.B. bei der Instandsetzung oder Lagerhaltung. Die Apparate sind in ihrem Aufbau mit weitgehend gleichen Baugruppen, wie Leiterplatte, Einbauwecker, Tastwahlblock oder Nummernschalter ausgestattet. Sie sollen einen störungsfreien Betrieb von durchschnittlich 10 Jahren garantieren. 

tastDie 1977 eingeführten Typen sind nur mit Tastwahl erhältlich und zur Grundgebühr kommt ein monatlicher Zuschlag hinzu. Im gleichen Aufbau, jedoch mit Wählscheibe als Standardapparat ohne Zusatzgebühr, kam 1979 das Modell FeAp 79. Geliefert wurde der Tischapparat mit folgenden Farben: Dunkelrot, Hellrot-Orange, Farngrün, Beige, Beige/Dunkelrot marmoriert und beige/Farngrün marmoriert; der Wandapparat in Beige und Farngrün. Die Anschlussschnur, Handapparatschnur und der Tastwahlblock oder Nummernschalter sind immer in Schwarz gehalten und passen zu allen Typen gleich gut.

manhattan1980Design-Apparate

Ende der 1970er Jahre wurden immer mehr Telefone aus dem Ausland importiert und an das Netz der Bundespost illegal angeschlossen. Vor allem außergewöhnliche Design- und Comic-Modelle erfreuten sich größter Beliebtheit. Um diesen Trend zu stoppen, entschloss man sich, ab 1980 eine so genannte Design-Serie einzuführen. Dazu gehören Apparate wie "Micky Maus", "Oslo" oder "Manhattan". Später wurde daraus die "Special-Line", die 1994 mit dem "Baleno" abgeschlossen wurde.

Kompakt-Telefone

berlinDie Kompaktapparate wie das Fe T Ap 82 "Comfort-Alpha" von Siemens (TWB mit/ und 16 Funktionen) = 616, K Fe Ap 380, K Fe Ap 385 "Berlin" wurden Mitte der 80er Jahre eingeführt und bestechen besonders durch ihre kompakte und hoch komprimierte Bauform. Dabei wurden alle Bedienelemente in den Hörer integriert. Erstmals wurde hier auch das Leistungsmerkmale Freisprechen verwendet.

sinus2Sinus-Familie

1984 wurde das erste schnurlose Telefon der Deutschen Bundespost mit dem Namen „Sinus 2 LX“ vom Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein solches Telefon besteht aus einer Basisstation, die als Tisch- oder Wandapparat mit dem Telefonnetz verbunden und zugleich Ladestation ist, und einem tragbaren Handgerät, das über Funk mit der Feststation im Umkreis von bis zu 200 m verbunden ist. Töne signalisieren das Überschreiten der Reichweite. Größe und Gewicht wurden von den noch relativ leistungsschwachen Akkus (bis zu 4 Stunden) bestimmt. Ansonsten hat dieses Schnurlose neben der Kurzwahl- noch eine Wahlwiederholungstaste und rot-grüne Lämpchen als Batterieanzeige. Die Sinus-Familie ist bis heute die Produktreihe der Schnurlostelefone der Deutschen Telekom.

Bitte beachten Sie, dass CT1-Telefone in Deutschland nicht mehr angeboten oder betrieben werden dürfen! Dabei besteht die Verwechslungsgefahr mit den CT1+-Modellen, die noch bis 2008 verwendet werden dürfen. Anhand der Kennzeichnung kann man die beiden Produktgruppen gut von einander unterscheiden. Die besteht bei den CT1-Telefonen aus einem Posthorn, einem "Z" für Zulassung und einer Nummer, die mit U oder V endet. Weitere CT1-Schnurlosmodelle, die nicht betrieben werden dürfen, haben die Zulassungsnummern A 200025 X, A 100027 X, A 200465 W oder A 100519 W oder heißen Sinus 1 bis 5.

tel752Spezialtelefone

Die Spezialtelefone waren ein Nischenprodukt bei der Bundespost. Dazu gehörten Apparate mit extra großen Tasten für sehbehinderte Menschen, Einbautelefone oder Rückfrageapparate (Zweiwegeapparat) z. B.: für 2 Amtsleitungen.