Familientelefon

Ab 1980 bot die Bundespost eine amtsberechtigte Familientelefonanlage an, das so genannte Familientelefon. Die kleine Nebenstellenanlage bietet einige interessante Besonderheiten, die es vorher nie für private Benutzer gegeben hat. Alle Familientelefonanlagen haben einen gemeinsamen Innenverbindungsweg. Wie bei großen Nebenstellenanlagen können die einzelnen Sprechstellen untereinander in Verbindung treten. Auch wenn ein internes Gespräch geführt wird, ist davon unabhängig von den anderen Apparaten aus der Zugang zur Amtsleitung frei.

Während eines Amtsgesprächs sind Rückfragen zu allen Sprechstellen möglich. Ebenso ist die Gesprächsübernahme zu anderen Sprechstellen möglich. Durch Wählen der 66 (bei Typ 121 die 61) ist Sammelruf, der gemeinsame Anruf bei allen Sprechstellen, möglich. Sogar Coderuf ist mit der HTA möglich. Mit den Kennziffern 61 bis 65 (bei Typ 121 62 bis 69) können verschiedene Codes von einmal bis fünfmal klingeln über alle Sprechstellen gehen. Jedes Familienmitglied weiß dann, wer zum nächsten Apparat gehen soll. Amtsgespräche können von den anderen Sprechstellen nicht mitgehört werden.

Interngespräche und Rückfragen während eines Amtsgesprächs können von jedem Apparat aus mitgehört werden. Ein besonderer Gag ist, dass als weitere Nebenstelle eine Türsprechstelle, sogar eine private, angeschlossen werden kann. Diese ist selbstverständlich nicht amtsberechtigt. Nach dem Wählen der 5 kann von jedem Apparat aus mit der Türstelle gesprochen werden. Beim erneuten Wählen der 5 wird der Türöffner betätigt.

Durch Wahl einer 9 kann die Anrufsignalisierung einer Sprechstelle abgeschaltet werden. Mit einer 8 lässt sich die Anrufbereitschaft wieder herstellen. Die Vermittlungselektronik der HTA ist recht aufwendig. Das Ganze wird von einem Mikroprozessor SAB 8049 gesteuert. Vermittelt wird über ein Koppelfeld aus Reed­Relais. Jede Sprechstelle hat eine eigene Konstantstromquelle, die den Sprechstrom auf 30 mA begrenzt hält.

Wenn an a 5 und b 5 statt einer fünften Haussprechstelle eine Türsprechstelle angeschaltet werden soll, müssen zusätzlich drei Codierschalter umgeschaltet werden. Sie befinden sich auf der rechten Seite der Hauptplatine. Die Schalter B 1, B 2 und B 3 dürfen nur bei gezogenem Netzstecker umgeschaltet werden. Die Klemmbelegung der HTA 121 soll zur Einheitsnorm werden. Diese einheitliche Anschlusstechnik wird auch in den Typen 124 und 125 verwirklicht.  

 

Amex i

 Die Telefonanlage Amex i war ab 1990 erhältlich. Sie ermöglichte es 4 Telefone an einen analogen Teilnehmeranschluß anzuschließen. Außerdem bietet sie: Konferenzschaltung, zwei geheime Innenverbindungswege, Dringlichkeitsruf und Coderuf. Sie kostete damals 498 DM.

Amex 2i

Dies war eine Telefonanlage (ab 1990) für zwei Wählleitungen und sechs Telefone (IWV/MFV). Neben den Leistungsmerkmalen der Amex i zusätzlich Türfreisprecheinrichtung, Alarmmeldefunktion, Anschlussmöglichkeit für Fernkopierer und Modem. Sie kostete 798 DM.