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Stangenwähler

stangenwAlmon B. Strowger (1839-1902) meldete am 12. März 1889 den ersten Stangenwähler in Kansas City zum Patent an. Am 21. Mai 1900 nahm in Berlin die Reichstelegrafenverwaltung (RTV) ihre erste Versuchsanlage mit 400 Anschlüssen in Betrieb. Und am 10. Juli 1908 konnte die erste öffentliche Wählvermittlungsstelle in Hildesheim eingeschaltet werden. Die letzten Vst mit Stangenwählern wurden 1930 in Betrieb genommen. In der ehemaligen DDR wurde teilweise bis 1990 mit diesen Wählern vermittelt.  

Durch zwei Elektromagnete schrittweise gehoben und gedreht, erreicht ein Kontaktarm jede beliebige vom Kontaktfeld abgehende Leitung. Ein Wähler kann 2 Ziffern der gewählten Nummer verarbeiten. 

Hebdrehwähler

hebwaehler1Mechanische Hebdrehwähler, mussten mit ihren drei verbundenen Armen (a, b, und der Ader für Signale wie Gebührenimpulse), jeweils erst schrittweise nach oben tackern und dann rechtsherum eindrehen. Sie erreichten schrittweise impulsgesteuert hundert Ausgänge. Erste Hebdrehwähler wurden in Deutschland 1923 eingesetzt, die letzten (System 50) waren noch bis Ende 1997 im Einsatz.

Edelmetall-Motor-Drehwähler (EMD 55)

 

emdEin auf der ganzen Welt verbreiteter Wählertyp ist der wartungsarme Edelmetall-Motor-Drehwähler oder kurz EMD­Wähler. Er ist ein gesteuerter Dreh-Schritt-Schalter, der einen Eingang mehradrig (4 bez.. 8-adrig) über einen rotierenden Schaltarmsatz mit max. 224 Ausgängen verbinden kann. Der Wähler erreicht eine Schrittgeschwindigkeit von 140 bis 180 Schritt/s und war von 1956 bis 1997 bei der Deutschen Bundespost TELEKOM im Einsatz. Die Kontaktarme werden bei diesem System abgehoben, schleifen also nicht auf der Kontaktbank während des Drehvorgangs. Dadurch ist ein störungs- und schleißarmer Betrieb ohne viel Knack­Prasselgeräusche möglich. Die Bremsung des Schaltarms erfolgt magnetisch und nicht mehr prellend mechanisch. Da die Edelmetallkontakte auf der Kontaktbank senkrecht angeordnet sind, kann sich dort kein störender Staub absetzen.

Digitale Vermittlungstechnik (DIV)

Digitale Vermittlungstechnik (EWSD)

Die gesamte analoge Vermittlungstechnik wurde 1997 in Deutschland bundesweit abgeschaltet und schließlich von der digitalen Vermittlungstechnik vollständig abgelöst.

Dies war unter anderem notwendig, um überhaupt einen Wettbewerb im Telefonnetz zu ermöglichen. Zum Einsatz kommen bei der Deutschen Telekom AG die Systeme S12 (Alcatel), EWSD (Siemens) und HYTAS (ISIS).